Texte
Zitate:
- Tarek zu einer älteren Dame, nachdem wir aus dem Wasser raus sind: So, wir sind fertig, jetzt können Sie sich wieder voll entfalten!
- Roger zu Frank: Von wem hast du denn jetzt so schnell Batterien für deinen Tacho bekommen?
André: Die hat Christian aus seinem Hörgerät genommen! (-:
- Conny: “Ich mag gern Brote mit Tomaten und diesen Stangen, die hohl sind….wie heißen die noch…achja Schnittlauch.”
- Len (zu Frank): “Kann ich n bisschen bei dir lutschen?”
Len (wenig später): “Jetzt hast du mich vollgespritzt!”
- Jakob (nachdem er sich am Wendepunkt hingelegt hatte): “Ich brauch das!”
- André: “Der Rotz ist noch von Kilometer 14 auf dem Rad!”
- Peter: “Da wo ich bin ist vorne!”
Weitere Zitate bitte an Jakob, Andre oder Len.
Wolfi im Schafspelz
Tipps für das Radfahren mit Männern
Im Sommer sind ihre Beine glatter rasiert als die ihrer Freundin. Beim Stichwort „Lutschen“ denken sie
an ein Hinterrad. Sie nennen ihr Rennrad Schatz und ihre Geliebte beim Vornamen. Triathleten.
Männliche Triathleten mögen Männergruppen. Vor der Tour wird immer eine gemütliche Runde im
GAI Bereich vereinbart. Das ist ein anderes Wort für Wettkampf. Zunächst wird auch locker
hintereinander hergefahren. Beim Wechsel in die Führungsposition will dann jeder Mann beweisen,
daß er mehr drauf hat als das Weichei, das vor ihm geführt hat. Wer am Ende vorne ganz allein fährt,
hat gewonnen!
Sie fahren aber auch gerne mit Frauen. Zumindest dann, wenn diese ein bißchen langsamer sind als
sie. Dann gibt es endlich einen Grund, wirklich mal locker zu fahren. Man muß ja Rücksicht nehmen.
Und fühlt sich auch noch gut dabei.
Das Schlimmste für Triathleten ist, von einer Frau überholt zu werden. Eine lästige Eigenschaft im
Wettkampf mit Windschattenverbot! Hier wird der männliche Athlet alles geben, wenn er eine Frau vor
sich erblickt. Er wird im dicksten Gang an ihr vorbeitreten und sich dann mit einem erschöpften
Seufzer genau vor ihr einordnen. Am Ende seiner Kräfte wird er sich nun stolz ausruhen. Und gerade
jetzt kommt der dicke Motorradfahrer mit der Weste „DTV-Kampfrichter“ und schickt die Frau wegen
Windschattenfahrens in die Strafbox.
Wir Frauen sollten uns über die Macken der männlichen Radfahrer nicht ärgern. Wir sollten sie dazu
benutzen, um unser Training abwechslungsreicher und spaßiger zu gestalten. So eigenen sich
Männer bestens für das Intervalltraining.
Zum Saisonbeginn sollte man die Intervalle kurz und nicht allzu hart gestalten und sich leichte Opfer
suchen.
Es sind Tourenradfahrer beim Sonntagsausflug mit Ehefrau geeignet. Du solltest locker vorbeiziehen,
den meist vorneweg fahrenden Mann anlächeln und grüßen. Jeder noch so treue Tourendradfahrer
wird sich in seinem Stolz als Mann verletzt fühlen, seine Ehefrau auf dem Tourenrad sitzen lassen und
sich in deinen Windschatten hängen. Damit hat er den Köder geschluckt und ist nicht nur im
Windschatten, sondern auch in der Falle. Jetzt beginnst du gaanz langsam schneller zu werden.
Als nächste Stufe bieten sich Rennradfahrer mit behaarten Beinen an, häufig auf Rädern mit
Stahlrahmen und Körbchenbindung. Achtung, diese Spezies erfordert eine genaue Analyse.
Gelegentlich verbirgt sich hinter diesem Typus ein Altmeister. Also vor Beginn des Intervalls genaue
Analyse von Bauch, Beinen und Fahrstil, sonst könnte es für dich ziemlich hart werden.
Erst bei guter Form und kurz vor dem Saisonhöhepunkt solltest du Männer mit rasierten Beinen
attackieren, zum Beispiel bei der Vorbereitung auf eine Mitteldistanz. Du solltest diese Intervalle nur
im ausgeruhten Zustand angehen, sie könnten länger dauern. Wie immer pirschst du dich zunächst an
die Beute heran. Während du vorbeiziehst, wirst du am Klacken der Schaltung hinter dir hören, daß
die Falle zugeschnappt ist. Diese Intervalle wirst du fast nie gewinnen, denn der Mann wird lieber tot
vom Rad fallen, als dich davonziehen zu lassen. Aber du wirst deinen Spaß haben, wenn er mit
glühendem Kopf hinter dir her keucht.
Allerdings es gibt auch noch die netten Kerle. Männer, die nur Gesellschaft beim Radfahren wollen.
Neulich traf ich an einer Kreuzung einen Rennradler, schwer außer Atem. Seit fünf Kilometern sei er
nun hinter mir her! Jetzt habe er mich endlich erwischt. Wenn man schon an der gleichen Kreuzung
sei, könne man ja zusammen weiterfahren! Er sei der Wolfi und da ganz flexibel.
Wolfi ist gut in Form, legt ein strammes Tempo vor und beginnt nach wenigen Metern ein vertrauliches
Gespräch. Er lasse sich gerade von seiner Frau scheiden, weil sie kein Verständnis habe für seine
Liebe zum Sport.
Ich schaue an ihm herunter: Er hat Haare an den Beinen. Wolfi im Schafspelz.
Wir waren Helden
Wenn du nach 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit
dir zu tun! Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte
gepackt ……………………… 
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Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es
zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne
Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller
Blei und Cadmium.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne
Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere
Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der
ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten.
Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den
ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die
Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und
wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und
niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle.
Niemand hatte Schuld außer wir selbst.
Keiner fragte nach “Aufsichtspflicht”. Kannst du dich noch an
“Unfälle” erinnern?
Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau.
Damit mussten wir leben, denn es interessierte die
Erwachsenen nicht besonders.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und
wurden trotzdem nicht zu dick.
Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und
niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box,
Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround
Sound, eigene Fernseher, Computer,Internet-Chat-Rooms.
Wir hatten Freunde!!!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder
wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten.
Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach
hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen
Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…
Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen.
Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein:
Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und
mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer
nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie
rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das
führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur
Änderung der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und
keiner konnte sich verstecken.
Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar,
dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen.
Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen
Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.
Mit alldem wussten wir umzugehen!
Und du gehörst auch dazu?!?
Herzlichen Glückwunsch !!!


