Fördecrossing in Glücksburg
Geschrieben am: 19. Jul, 2010 Keine KommentareBeigeisterung pur beim 13. Fördecrossing in Glücksburg
3. Platz für die Störgirls
Samstag, 17. Juli: bei leicht bewölktem Himmel und guten Wettkampftemperaturen machten sich je 5 Männer und Frauen auf den Weg in die wunderbare Wettkampfperle Glücksburg. Fördecrossing, also 3 km Ostseeschwimmen, waren angesagt. Wir alle fanden freundliche Aufnahme auf dem einladenden Wettkampfgelände der kurzen Wege. Einige von uns hatten sich ein feines Plätzchen direkt am Wasser für Camper, Zelt und Wohnwagen ausgesucht und empfingen dort die restlichen angereisten Kollegen zu einem leckeren Umtrunk (Nicht was ihr jetzt denkt, das kam später!). Kurz wurde noch einmal der Ablauf besprochen, wobei die Newcomer, Annika und Uta besonders aufmerksam lauschten. Schließlich wurde Susanne Krüger noch ausgelobt alle Teilnehmer als Staffeln anzumelden. Und so gingen schlussendlich die „Störgirls“ und die „Gut-Heil-Oldies“ an den Start. Es war jedoch nicht nur ein Mannschaftswettkampf, ein jeder schwamm auch für sich. Mit unterschiedlichster Motivation. So galt es für Cathrin, Stefan, Karsten und Jan Ostseeluft für den Ende Juli anstehenden Oststeeman zu schnuppern. Annika hatte sich für dieses Wochenende ein Superprogramm auferlegt und wollte nur locker durchkommen und sich schon einmal für den Triathlon am folgenden Tag in Hamburg aufwärmen. Für Susanne S. sollte es ein Hoffnungslauf werden. Sie wollte die ausgelobte Wettkampfzeit nicht bis zum bitteren Ende ausnutzen und bestmöglich ankommen. Für unsere erfahrenen Freiwasserschwimmer, Susanne K. und Thorsten war dieser Wettkampf einer der reizvollsten ihrer Freiwasserschwimmsaison (wie auch für alle anderen Freiwasserschwimmathlethen im Norden), den sie in vollen Zügen auskosten wollten. Dabei sein und einen guten Wettkampf haben wollte Dietmar. Und last but not least wollte Uta weiter Wettkampferfahrung sammeln, durchkommen und möglichst unter 54 Minuten schwimmen.
Mehr oder weniger aufgeregt fanden sich alle nach der Wettkampfbesprechung auf der Ostseebrücke ein, die am Ende des Wettkampfes einem zahlreichen Publikum viel Platz zum Jubeln bot. Hier verteilten wir uns auf verschiedenste Schiffe. Vom Schlauchboot, über Motoryacht und Segelschiff war alles was das Herz begehrt dabei. Gesteuert von freundlichen Helfern und Eignern. Und wenn die Verfasserin nun geglaubt hatte an der Startlinie wiederum einen Steg betreten zu dürfen, dann hatte sie sich mächtig getäuscht. Von Bord hopsen und erste Wasserberührung mit 100%iger Wahrscheinlichkeit der Quallenbegegnung war ebenso angesagt wie Stapften über Meerespflanzen, Steine und Muschel. Susanne S. kam mit dem letzten Boot, ihr blieb kaum Zeit zum Ankommen, denn ohne weitere Verzögerungen leitete das Teilnehmerfeld den Start ein. Ein super Kribbeln im Bauch! Rund 350 Starter. Durch flaches Wasser, zwischen Inseln hindurch, bei gutem Wetter… dachten wir….. Fußtritte hier und da, kreuzende Schwimmer aus dem Irgendwo …. Die Ostsee pulsierte. Glibber in Gesicht, an Händen und Füßen…. Die Quallendichte nahm jedoch erfreulich schnell ab. War die Ostsee in der Inselabdeckung noch sehr ruhig, gestaltete sich das Rennen danach dann schon etwas bewegter. In der Ferne, gen Flensburg, konnte man schließlich die dichte Regenwand erkennen, die sehr zügig heran nahte. Nicht einmal der Schnellste der Veranstaltung (36 Min.) hatte auch nur den Funken einer Chance, dieser Wetterwand zu entgehen. Nun sind wir ja nicht aus Zuckerguss, was soll uns ein Regenschauer schon anhaben. Doch Kenner wissen, dass mit heftigen Regenschauern ein kräftiger Wind bläst, so dass sich auf der Ostsee schnell eine hohe Welle entwickelt. Ihr entging keiner. Gefühlt meterhoch, waren es tatsächlich nur 50 bis 60 cm hohe Wellen. Es ging durch alle ihre Höhen und Tiefen. Nicht nur für die Brillenträger unter uns sicher ein Pferdefuss, dass Bojen und angepeilte Häuser immer schlechter zu sehen waren. Da war dann hier und da schon einmal das Brustschwimmen zur Orientierung angesagt. Und immer mal wieder Körperkontakt auf der ach so weiten Ostsee. So kämpften sich alle Gut Heiler mit insgesamt sehr guten Zeiten ins Ziel. Es schwammen ein: Karsten (48:51 min), Thorsten (50:40 min), Uta (51:26 min), Stefan (53:22 min), Annika (53:29 min), Cathrin (58:47 min), Jan (1:00:23 Std.), Dietmar (1:00:56 Std.), Susanne S. (1:04:45 Std) und Susanne Krüger (1:10:03 Std.). Am Ziel dann vielfach Freude und Jubel. Cathrin: „Jaaa, ich hab´s geschafft!“ Dieses tolle Gefühl hatte wohl jeder von uns mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck gebracht. Leicht verwundert kam Susanne S. ins Ziel, die vorgesehene Gesamtschwimmzeit konnte sie bei weitem nicht auskosten. Für die Ostseeman-Starter eine gelungene Generalprobe, Uta froh über die gute Zeit und dem Ende der kurzfristigen Schwindelgefühle im Wasser. Annika warm und zufrieden, doch mit leichter Skepsis dem folgenden Wettkampftag ins Auge blickend, Thorsten, Susanne K. und Dietmar einfach zufrieden mit dieser gelungenen Schwimmveranstaltung gab´s zum Schluss noch das obligatorische Gruppenfoto. Das Ende der Veranstaltung wurde mit Massenduschen in der Fördetherme eingeleitet, dass seinen Abschluss auf dem kuscheligen Festplatz am Strand fand. Hier nun gespannte Erwartung. Denn es ging darum glücklicher Gewinner zu werden. Nicht von Deokugeln für Joggingschuhe, dieser Kelch ging an uns allen vorbei, wenngleich Stefan sich jetzt stolzer Besitzer eines Schwimmbrettes für die Beinarbeit im Wasser nennen kann. Er wird es sicher gern reihum ausleihen…..Nein, alle waren gespannt, ob es Susanne S. gelingen würde den Neo zu ergattern. Doch das Losglück war keinem von uns hold. Zum Glück. Der Neo hatte die Größe „Frauen-S“. Wer passt da schon rein? Inzwischen hatten wir jedoch erfahren, dass die Störgirls unter 15 Frauenstaffeln den 3. Platz in einer Zeit von 3:48:27 Std. errungen hatten. Riesige Freude machte sich breit. Mit diesem Ergebnis hatte niemand gerechnet. Da lohnte es sich doch noch die Siegerehrung abzuwarten und wir Mädels freuten uns mächtig als wir das Treppchen erklimmen durften. Nun gilt es den Titel im kommenden Jahr zu verteidigen und vielleicht am 2. Platz zu kratzen, denn nur 25 Sekunden haben uns von den Zweitplazierten getrennt. Wenn das nicht Motivation genug ist?! Unsere Jungs, die „Gut-Heil-Oldies“ erschwammen den 11. Platz in einer Zeit von 3:33:16 Std. Auch sie konnten mit ihrem Ergebnis zufrieden sein und dürfen sich auf eine Neuauflage in 2011 freuen.
Zuwachs erhielt unsere Schwimmtruppe an diesem Tage übrigens von Alexander Grundmann, der für den MTV Itzehoe an den Start ging. Auch für ihn war es ein runder, erfolgreicher Tag.
Uta










